Freitag, 30. März 2012

Fehlentscheidung - Förderung junger Familien nur an Mindeststandards der KFW-Effizienzhäuser gebunden

Wo ist die ökologische Modellstadt Güglingen geblieben? Die Idee des "Förderprogramms Kinderbonus" ist gut und überfällig, reicht aber nicht weit genug! Güglingen zieht dabei nur anderen Städten und Gemeinden hinterher.
In der GR-Vorlage (20.März 2012) wird auf die sehr gute Infrastruktur der Kindergärten und der Mediathek verwiesen, auch das Sportstättenangebot und die Vereinskultur ist sehr gut und vorzeigbar, Abstriche sind aber schon bei der Realschule, hier besonders im naturwissenschaftlichen Bereich zu machen.
Mit dem Förderprogramm möchte die Verwaltung "auch in den kommenden Jahren" Güglingen "insbesondere für junge Familien attraktiv halten...
Herzliche Einladung für die Veranstaltung der Bürger-Union am 12.April um 20.00 Uhr im Ochsen in Frauenzimmern. Als Referent konnte der City-Manager von Mühlacker, Thomas Müller, gewonnen werden. Kommen sie mit uns in die Diskussion über die Zukunft der Innenstadt Güglingens. ...Dies kann nur dadurch gelingen, wenn die Adressaten dieser Einrichtungen ... in Güglingen leben und wohnen." Hierzu soll ein zusätzlicher Anreiz in Form von 7500€ pro Kind für die Eigentumsbildung gegeben werden. Der Betrag wurde in der Sitzung pro Familie gedeckelt.
Die Förderung ist nur an einen Mindeststandard "KFW-Effizienzhaus 70 " gebunden.Positiv ist anzumerken, dass im Beschluss mehrheitlich die Anpassung der Effizienzanforderung an die jeweils neueste Entwicklung ergänzt werden konnte.
Die Bürger-Union hält die Effizienzhaus-Festsetzung und den Förderumfang dennoch für ungenügend
1. Für Familien würde ein KFW-Effizienzhaus 55 (50), wie von der Bürger-Union gefordert für langfristig wirksamer, da hierdurch die laufenden Energiekosten gesenkt werden. 2. Die Einzelförderung von 7500 € bringt zwar einen Effekt, ist aber kein Vorteil gegenüber anderen Kommunen, die ebenfalls fördern.
Die generelle Problematik, dass die Einkommen vieler junger Menschen auch bei dieser Einzelförderung für den Bau eines Einfamilienhauses nicht ausreichen, wiegt noch wesentlich schwerer.

Über 14% aller Deutschen haben ein besonders niedriges Einkommen, das sind immerhin 11 Millionen Menschen. Deutschland ist in der Zwischenzeit im Niedriglohnsektor Spitzenreiter. 70% der Niedriglohnbezieher haben eine Berufsausbildung und 40% aller Niedriglohnbezieher liegen mit ihrem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze!
Gleichzeitig sind Arbeitsverhältnisse immer unsicherer und die Leiharbeit nimmt beständig zu. Gerade hier sind die Niedrigflöhne mit einem Anteil von über 70% besonders hoch.
Wie soll man sich unte diesen Bedingungen zum Bauen entscheiden können?2. Durch die Förderung von "least cost planning" könnte wenigstens den jungen Bauwilligen ein Werkzeug an die Hand gegeben werden, das es erlaubte energieeffizienter zu bauen und dies unter dem Gesichtspunkt identischer Baukosten. Erreichbar wird dies durch einen "Cross-Check" und gezielte Beratung bei Planung und Ausstattung.
Die Förderung hier anzusetzen wäre vernünftiger und nachhaltiger. Möglicherweise wären Hinweise zu Förderungen und Beratungen noch effizienter, die zusätzlich online abrufbar sind (s.u.).

Die Meinung der FUW, dass eine enrgieeffizientere Bauweise junge Familien überfordern würde verkehrte sich somit ins Gegenteil.
Manchmal wäre mehr Innovationsgedanke und Mut zukunftsträchtiger.

Einen Weg, wie man dies voranbringen kann zeigt evtl. die kleine Gemeinde Renquishausen, im Landkreis Tuttlingen gelegen und unter 800 Einwohner groß! - Bestimmt kein reicher Ort, aber ein Ort, der eine Idee hat!! -
http://www.renquishausen.de/index.php/aktuelles/nachrichten/122-energieeffizient-bauen-und-sanieren-hohe-foerderung-durch-bafa-die-kfw-und-die-lbsBleiben Sie uns gewogen und melden Sie unseren Blog an Ihre Bekannten und Freunde weiter

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