Ärztliche Grund-Versorgung auch in Güglingen eine Pflichtaufgabe
Die ärztliche Grundversorgung ist ein Standortfaktor erster Güte. Die Gefährdung dieser Versorgung ist allerdings nicht auszuschließen
In zwei Beiträgen werden wir die Situation und unsere Aufgaben beleuchten.
Die Bürger-Union und Ihre Räte werden alle Anstengungen zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung unterstützen und konstruktiv begleiten. Der Gemeinderat in seiner großen Mehrheit sieht das als Aufgabe. Warum sind "plötzlch" Kommunen gefragt?

Alles nicht so schlimm?
http://www.aerzteblatt.de/archiv/65578/Die-aerztliche-Versorgung-in-Deutschland Jahr 2009
Schon vor Jahren war die Sicherung der ärztlichen Grundversorgung eine Aufgabe, die mit der Eröffnung der Gemeinschaftspraxis Hamann-Müller auch nach persönlichen Engagements gelang.
Noch sind die Rahmenbedingungen gut, so glaubt man, tatsächlich aber sind zwei unserer Güglinger Allgemeinmediziner in die Jahre gekommen und es ist höchste Zeit, sich um die Zukunft zu kümmern. UND gleicxhzeitig sieht es in anderen ländlichen Gebieten KATASTROPHAL aus. Das darf uns nicht passieren.
Die Versorgung mit Allgemeinmedizinern ist zur politischen Aufgabe auch der Kommunalpolitik geworden und die ist nicht zum Nulltarif zu haben.
Im Gemeinderat und in der Zukunftswerkstatt ist diese Aufgabenstellung erkannt worden.
In Deutschland fehlen in den ländlichen und ländlich geprägten Regionen an allen Ecken und Enden die Praktischen Ärzte, die Allgemeinmediziner.
Wir stehen heute vor dem Scherbenhaufen einer Gesundheitspolitik, die seit der ersten Dekade des neuen Jahrtausends augenscheinlich vor allem von Wirtschaftlichkeitsgedanken geprägt wird, und die die Patienten häufig aus den Augen verloren hat. Dies erscheint umso verwunderlicher, als Verantwortliche Politiker selbst Patienten sind.
Der Scherbenhaufen der letzten 12 Jahre Gesundheitpolitik, lässt sich festmachen an:
- Der geringen Steigerung bei den Studierenden
- Dem immer noch gültige Nummerus Clausus von 1.0, der
weiterhin festgeschrieben ist und nur wenigen Studenten
schlechteren Noten die Möglichkeit des Studiums eröffnet.
- Dem langen Studium, das für die Allgemeinmediziner mit der
geforderten internistischen Facharztausbildung mindestens
10 Jahre beträgt und sie in der Bezahlung schlechter stellt
als viele andere Fachrichtungen.
- Der Tatsache, dass Allgemeinmediziner nur überleben
können, wenn sie die Fallstricke der Abrechnungssytematik
kennen und ihr Handeln an der Wirtschaftlichkeit ausrichten.
- Der unverhältnismäßig hohen Arbeitsbelastung der
Allgemeinmediziner, die sich auch aus dem Mangel an
Hausärzten v.a. im ländlichen Bereich ergibt.
Entwicklung der Studierenden und Einschätzung des Potentials (s. Ergebnisse einer Studie unten)

Abbruchquoten im Studium liegen seit Jahren bei 5-12% auf vergleichsweise niedrigem Niveau.
Trotz der Zunahme der Medizinstudenten ergibt sich offensichtlich eine Problematik, die mit den vorgestellten Ergebnissen der Studie der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung aus dem Jahr 2010[1][2] ‚ die folgende Aspekte aufzeigt, verständlich wird:
• Das Durchschnittsalter sowohl der Vertrags- als auch Krankenhausärzte steigt kontinuierlich an, während die Gesamtzahl der Medizinstudenten (?) und Absolventen sinkt. Nach dem Studium arbeiten 12 Prozent der Absolventen nicht kurativ.
• Der wachsende Frauenanteil (33,6 Prozent im Jahr 1991 auf 42,2 Prozent im Jahr 2009, 60 Prozent der Medizinstudierenden sind mittlerweile Frauen) führt u.a. zu weniger Vollzeitstellen, da Frauen sich oft intensiver familiären Aufgaben stellen.
• In Deutschland finden viele Hausärzte keine Nachfolger mehr; viele Arztstellen in ländlichen Gebieten, aber auch in Großstädten können nicht mehr besetzt werden, wobei vor allem die neuen Bundesländer betroffen sind. Dies führt dazu, dass das deutsche Gesundheitswesen zunehmend von der Anwerbung ausländischer Ärzte abhängig ist, v. a. aus Osteuropa und Österreich.
• Aufgrund der demografischen Entwicklung der Bevölkerung und der damit einhergehenden Wandlung des Morbiditätsspektrums und der Ausweitung der Multimorbidität ist eine erhöhte Zahl an Ärzten künftig notwendig. Auch der medizinische Fortschritt führt zu höherem Behandlungsaufwand und steigendem Ärztebedarf.
1. Thomas Kopetsch: Dem deutschen Gesundheitswesen gehen die Ärzte aus! Studie zur Altersstruktur und Arztzahlentwicklung. akt. Auflage. Berlin 2010, ISBN 978-3-00-030957-1.
2. Arztzahlstudie von BÄK und KBV: Die Lücken werden größer. In: Deutsches Ärzteblatt. (2010)
aus: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rztemangel
In Kenntnis dieser Zusammenhänge muss verantwortlichen Kommunalpolitikern die Dramatik der Gewährleistung der ärztlichen Grundversorgung klar sein.
In Güglingen kann diese Versorgung auf Dauer nur gewährleistet werden, wenn jetzt gehandelt wird.
Wenn die Ärzte erst einmal fehlen, wird es zur Lotterie!
< /cite>
!!!! Die Hoffnung stirbt zuletzt!!!!
Etat des Bundesministeriums für Gesundheit
Gute medizinische Versorgung sichern
Flächendeckende Gesundheitsversorgung, zukunftsfeste Pflege, Ausbau der Prävention, exzellente Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation: Das sind die wichtigen Aufgabenfelder in der Gesundheitspolitik. Der Gesundheitsetat ist dementsprechend gut aufgestellt....
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2014/11/2014-11-25-bmg-haushalt.html
Was gilt nun? Wer es glaubt hat bereits verloren, oder alles nicht so schlimm? Demnächst mehr im blog. Die Menschen erleben die aktuelle medizinische Versorgung anders und das liegt nicht an den Ärzten!
Empfehlen Sie uns weiter und bleiben Sie uns gewogen.
In zwei Beiträgen werden wir die Situation und unsere Aufgaben beleuchten.
Die Bürger-Union und Ihre Räte werden alle Anstengungen zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung unterstützen und konstruktiv begleiten. Der Gemeinderat in seiner großen Mehrheit sieht das als Aufgabe. Warum sind "plötzlch" Kommunen gefragt?

Alles nicht so schlimm?
http://www.aerzteblatt.de/archiv/65578/Die-aerztliche-Versorgung-in-Deutschland Jahr 2009
Schon vor Jahren war die Sicherung der ärztlichen Grundversorgung eine Aufgabe, die mit der Eröffnung der Gemeinschaftspraxis Hamann-Müller auch nach persönlichen Engagements gelang.
Noch sind die Rahmenbedingungen gut, so glaubt man, tatsächlich aber sind zwei unserer Güglinger Allgemeinmediziner in die Jahre gekommen und es ist höchste Zeit, sich um die Zukunft zu kümmern. UND gleicxhzeitig sieht es in anderen ländlichen Gebieten KATASTROPHAL aus. Das darf uns nicht passieren.
Die Versorgung mit Allgemeinmedizinern ist zur politischen Aufgabe auch der Kommunalpolitik geworden und die ist nicht zum Nulltarif zu haben.
Im Gemeinderat und in der Zukunftswerkstatt ist diese Aufgabenstellung erkannt worden.
In Deutschland fehlen in den ländlichen und ländlich geprägten Regionen an allen Ecken und Enden die Praktischen Ärzte, die Allgemeinmediziner.
Wir stehen heute vor dem Scherbenhaufen einer Gesundheitspolitik, die seit der ersten Dekade des neuen Jahrtausends augenscheinlich vor allem von Wirtschaftlichkeitsgedanken geprägt wird, und die die Patienten häufig aus den Augen verloren hat. Dies erscheint umso verwunderlicher, als Verantwortliche Politiker selbst Patienten sind.
Der Scherbenhaufen der letzten 12 Jahre Gesundheitpolitik, lässt sich festmachen an:
- Der geringen Steigerung bei den Studierenden
- Dem immer noch gültige Nummerus Clausus von 1.0, der
weiterhin festgeschrieben ist und nur wenigen Studenten
schlechteren Noten die Möglichkeit des Studiums eröffnet.
- Dem langen Studium, das für die Allgemeinmediziner mit der
geforderten internistischen Facharztausbildung mindestens
10 Jahre beträgt und sie in der Bezahlung schlechter stellt
als viele andere Fachrichtungen.
- Der Tatsache, dass Allgemeinmediziner nur überleben
können, wenn sie die Fallstricke der Abrechnungssytematik
kennen und ihr Handeln an der Wirtschaftlichkeit ausrichten.
- Der unverhältnismäßig hohen Arbeitsbelastung der
Allgemeinmediziner, die sich auch aus dem Mangel an
Hausärzten v.a. im ländlichen Bereich ergibt.
Entwicklung der Studierenden und Einschätzung des Potentials (s. Ergebnisse einer Studie unten)

Abbruchquoten im Studium liegen seit Jahren bei 5-12% auf vergleichsweise niedrigem Niveau.
Trotz der Zunahme der Medizinstudenten ergibt sich offensichtlich eine Problematik, die mit den vorgestellten Ergebnissen der Studie der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung aus dem Jahr 2010[1][2] ‚ die folgende Aspekte aufzeigt, verständlich wird:
• Das Durchschnittsalter sowohl der Vertrags- als auch Krankenhausärzte steigt kontinuierlich an, während die Gesamtzahl der Medizinstudenten (?) und Absolventen sinkt. Nach dem Studium arbeiten 12 Prozent der Absolventen nicht kurativ.
• Der wachsende Frauenanteil (33,6 Prozent im Jahr 1991 auf 42,2 Prozent im Jahr 2009, 60 Prozent der Medizinstudierenden sind mittlerweile Frauen) führt u.a. zu weniger Vollzeitstellen, da Frauen sich oft intensiver familiären Aufgaben stellen.
• In Deutschland finden viele Hausärzte keine Nachfolger mehr; viele Arztstellen in ländlichen Gebieten, aber auch in Großstädten können nicht mehr besetzt werden, wobei vor allem die neuen Bundesländer betroffen sind. Dies führt dazu, dass das deutsche Gesundheitswesen zunehmend von der Anwerbung ausländischer Ärzte abhängig ist, v. a. aus Osteuropa und Österreich.
• Aufgrund der demografischen Entwicklung der Bevölkerung und der damit einhergehenden Wandlung des Morbiditätsspektrums und der Ausweitung der Multimorbidität ist eine erhöhte Zahl an Ärzten künftig notwendig. Auch der medizinische Fortschritt führt zu höherem Behandlungsaufwand und steigendem Ärztebedarf.
1. Thomas Kopetsch: Dem deutschen Gesundheitswesen gehen die Ärzte aus! Studie zur Altersstruktur und Arztzahlentwicklung. akt. Auflage. Berlin 2010, ISBN 978-3-00-030957-1.
2. Arztzahlstudie von BÄK und KBV: Die Lücken werden größer. In: Deutsches Ärzteblatt. (2010)
aus: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rztemangel
In Kenntnis dieser Zusammenhänge muss verantwortlichen Kommunalpolitikern die Dramatik der Gewährleistung der ärztlichen Grundversorgung klar sein.
In Güglingen kann diese Versorgung auf Dauer nur gewährleistet werden, wenn jetzt gehandelt wird.
Wenn die Ärzte erst einmal fehlen, wird es zur Lotterie!
< /cite>
!!!! Die Hoffnung stirbt zuletzt!!!!
Etat des Bundesministeriums für Gesundheit
Gute medizinische Versorgung sichern
Flächendeckende Gesundheitsversorgung, zukunftsfeste Pflege, Ausbau der Prävention, exzellente Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation: Das sind die wichtigen Aufgabenfelder in der Gesundheitspolitik. Der Gesundheitsetat ist dementsprechend gut aufgestellt....
http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2014/11/2014-11-25-bmg-haushalt.html
Was gilt nun? Wer es glaubt hat bereits verloren, oder alles nicht so schlimm? Demnächst mehr im blog. Die Menschen erleben die aktuelle medizinische Versorgung anders und das liegt nicht an den Ärzten!
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Bürger-Union - 15. Mär, 07:46
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