Gemeinschaftsschule - BU-Veranstaltung gut besucht
Profressor Dr. Albrecht Wacker und die Schulleiterin Frau Christiane Ziemer überzeugten durch verständliche Sprache und sachkundiges Eingehen auf die vielen Fragen der Zuhörer
Im Artikel der Heilbronner Stimme "Spiegel der Gesellschaft" von Journalistin Kerstin Besemer kamen die Gründe für den Weg in die Gemeinschaftsschule zum Tragen.
Die Schule muss sich "auf veränderte Gegebenheiten flexibel mit Angeboten reagieren." Auch wenn die Werkrealschule Güglingen heute gute Arbeit leistet, ist der Weg in die Gemeinschaftsschule nicht mehr aufzuhalten, die sich bereits jetzt als Erfolgsmodell darstellt, so Professort Dr. Albrecht Wacker. Dies spiegelt sich auch in den Anmeldezahlen der Fritz-Ulrich-Schule wider, die aktuell auf deutlich über 90 Ameldungen gestiegen sind und sich somit für das dritte Gemeinschaftsschuljahr mehr als verdoppelt haben. Interessant so Frau Ziemer sei, dass sich der Anteil der Schüler mit Realschul- und Gymnasialvoraussetzungen bemerkenswert gesteigert hat.
Sie spricht auch von einer deutlich veränderten schulischen Lernatmosphäre, die sie mit ihrer Werkealschulerfahrung in diesem Ausmaß nicht erwartet hatte.
Der existierenden unterschiedlichen sozialen Herkunft und den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen wird jetzt deutlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Das drückt sich u.a. in den fest verankerten individuellen Lernzeiten, Lerntagebuch und den Selbst-und Fremdeinschätzungen der Lernleistungen der Schülerinnen und Schüler aus. Stärkere Schüler werden zu "Experten" für schwächere Schüler und verstetigen hierbei eigene Lernerfolge. Kerstin Besemer zitiert Albrecht Wacker: "Es gibt persönliche Arbeitspläne für jeden Schüler und ein Zeitfenster, in dem sie zu erledigen sind". Und ergänzend Frau Ziemer: "Unsere Schüler lernen mittlerweise sehr strukturiert und selbstständig."
Aus Untersuchungen zu den Leistungen in einem gegliederten Schulsystem berichtete Albrecht Wacker.Er bezog sich dabei auf die Markus-Studie, die zu Mathematikleistungen in Rheinland-Pfalz veröffentlicht wurde, und die auf umfangreiches Datenerhebungsmaterial zugreifen konnte. Hier zeigte sich besonders, dass die Kompetenzen in den Schulsystemen deutliche Schnittmengen aufweisen, die die systematische Trennung von Schülern auch als ein Begrenzen von Chancen oder auch ein Nehmen von Chancen sichtbar werden lässt.
In der Diskussion machte die Schulleiterin Dr. Annegret Doll von unserer Katharina-Kepler-Schule deutlich, dass im Schuljahr "2015/2016 mit dem verpflichtenden Ganztagesbetrieb begonnen werden soll und ein Jahr später die Gemeinschaftsschule eingeführt werden soll.
Auch wurde deutlich, dass ein Moloch Gemeinschaftsschule mit über 1400 Schülern nicht vorstellbar ist. Kurz: Am Status der Realschule wird nicht gerüttelt.
Konsens herrschte unter den Experten aber auch, dass die Entwicklung der Schullandschaft sensibel beobachtet werden muss. Deutlich wurde auch, dass die Einschätzungen der Bürger-Union, dass Gemeinschaftsschule nicht zum Nulltarif geht, unwidersprochen geteilt wurde. So wird ein erhöhter Raumbedarf entstehen und auch die Ausstattung (Möblierung, "mediale Aufrüstung") wird eine wichtige Rolle spielen. Joachim Esenwein sah für die Bürger-Union auch Handlungsbedarf bezüglich pädagogischem Personal. Auch das ist nicht grundsätzlich ehrenamtlich abzudecken. Gerade die Einbeziehung von Übungsleitern der Vereine erweist sich in der Realität eher als Flop, was nicht den Vereinen anzulasten ist. Es ist eher ein totgeborenes Kind der Vorgängerregierung. Christiane Ziemer ergänzte in diesem Zusammenhang auch, dass der Anteil von unterstützenden "Nichtlehrern" ein hohes Maß an Engagement, Koordination und zeitlichem Arbeitsaufwand bedeutet.Der Schulträger ist gefordert. Die Bürger-Union wird den Prozess konstruktiv und unterstützend begleiten, das wurde in der Diskussion deutlich. Wir werden dies als Aufgabe in den neuen Gemeinderat mitnehmen.
Bleiben Sie uns treu und gehen Sie am nächsten Sonntag bitte zur Wahl, wir sind als Ansprechpartner für Sie da.
Im Artikel der Heilbronner Stimme "Spiegel der Gesellschaft" von Journalistin Kerstin Besemer kamen die Gründe für den Weg in die Gemeinschaftsschule zum Tragen.
Die Schule muss sich "auf veränderte Gegebenheiten flexibel mit Angeboten reagieren." Auch wenn die Werkrealschule Güglingen heute gute Arbeit leistet, ist der Weg in die Gemeinschaftsschule nicht mehr aufzuhalten, die sich bereits jetzt als Erfolgsmodell darstellt, so Professort Dr. Albrecht Wacker. Dies spiegelt sich auch in den Anmeldezahlen der Fritz-Ulrich-Schule wider, die aktuell auf deutlich über 90 Ameldungen gestiegen sind und sich somit für das dritte Gemeinschaftsschuljahr mehr als verdoppelt haben. Interessant so Frau Ziemer sei, dass sich der Anteil der Schüler mit Realschul- und Gymnasialvoraussetzungen bemerkenswert gesteigert hat.

Sie spricht auch von einer deutlich veränderten schulischen Lernatmosphäre, die sie mit ihrer Werkealschulerfahrung in diesem Ausmaß nicht erwartet hatte.
Der existierenden unterschiedlichen sozialen Herkunft und den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen wird jetzt deutlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Das drückt sich u.a. in den fest verankerten individuellen Lernzeiten, Lerntagebuch und den Selbst-und Fremdeinschätzungen der Lernleistungen der Schülerinnen und Schüler aus. Stärkere Schüler werden zu "Experten" für schwächere Schüler und verstetigen hierbei eigene Lernerfolge. Kerstin Besemer zitiert Albrecht Wacker: "Es gibt persönliche Arbeitspläne für jeden Schüler und ein Zeitfenster, in dem sie zu erledigen sind". Und ergänzend Frau Ziemer: "Unsere Schüler lernen mittlerweise sehr strukturiert und selbstständig."
Aus Untersuchungen zu den Leistungen in einem gegliederten Schulsystem berichtete Albrecht Wacker.Er bezog sich dabei auf die Markus-Studie, die zu Mathematikleistungen in Rheinland-Pfalz veröffentlicht wurde, und die auf umfangreiches Datenerhebungsmaterial zugreifen konnte. Hier zeigte sich besonders, dass die Kompetenzen in den Schulsystemen deutliche Schnittmengen aufweisen, die die systematische Trennung von Schülern auch als ein Begrenzen von Chancen oder auch ein Nehmen von Chancen sichtbar werden lässt.
In der Diskussion machte die Schulleiterin Dr. Annegret Doll von unserer Katharina-Kepler-Schule deutlich, dass im Schuljahr "2015/2016 mit dem verpflichtenden Ganztagesbetrieb begonnen werden soll und ein Jahr später die Gemeinschaftsschule eingeführt werden soll.
Auch wurde deutlich, dass ein Moloch Gemeinschaftsschule mit über 1400 Schülern nicht vorstellbar ist. Kurz: Am Status der Realschule wird nicht gerüttelt.
Konsens herrschte unter den Experten aber auch, dass die Entwicklung der Schullandschaft sensibel beobachtet werden muss. Deutlich wurde auch, dass die Einschätzungen der Bürger-Union, dass Gemeinschaftsschule nicht zum Nulltarif geht, unwidersprochen geteilt wurde. So wird ein erhöhter Raumbedarf entstehen und auch die Ausstattung (Möblierung, "mediale Aufrüstung") wird eine wichtige Rolle spielen. Joachim Esenwein sah für die Bürger-Union auch Handlungsbedarf bezüglich pädagogischem Personal. Auch das ist nicht grundsätzlich ehrenamtlich abzudecken. Gerade die Einbeziehung von Übungsleitern der Vereine erweist sich in der Realität eher als Flop, was nicht den Vereinen anzulasten ist. Es ist eher ein totgeborenes Kind der Vorgängerregierung. Christiane Ziemer ergänzte in diesem Zusammenhang auch, dass der Anteil von unterstützenden "Nichtlehrern" ein hohes Maß an Engagement, Koordination und zeitlichem Arbeitsaufwand bedeutet.Der Schulträger ist gefordert. Die Bürger-Union wird den Prozess konstruktiv und unterstützend begleiten, das wurde in der Diskussion deutlich. Wir werden dies als Aufgabe in den neuen Gemeinderat mitnehmen.
Bleiben Sie uns treu und gehen Sie am nächsten Sonntag bitte zur Wahl, wir sind als Ansprechpartner für Sie da.
Bürger-Union - 21. Mai, 22:59
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